Weniger Pflaster, mehr Grün: Am 31. Oktober endet die Saison des Wettbewerbs „Abpflastern 2026“. Zum Abschluss lädt das Netzwerk Hamburg Abpflastern am Montag, 23. November 2026, zu Symposium und Preisverleihung nach Wilhelmsburg ein – und Altona-Altstadt hat allen Grund, dabei zu sein.
Auch in diesem Jahr wurde in ganz Hamburg kräftig entsiegelt. In Schulen, Gärten und auf Straßen haben Groß und Klein Pflastersteine und Asphalt entfernt, Böden geöffnet und ihre Flächen für den Wettbewerb gemeldet. Jeder Quadratmeter zählt: Wo vorher Pflaster lag, kann Regenwasser wieder versickern und neue Artenvielfalt entstehen. Gerade in dicht bebauten Quartieren wie unserem ist das ein spürbarer Gewinn direkt vor der Haustür.
Altona-Altstadt war 2025 Spitzenreiter
Dass sich das Mitmachen lohnt, hat die vergangene Runde gezeigt. Unter dem Motto „Von Grau zu Grün – wir entsiegeln die Stadt“ konnten Interessierte 2025 über eine Online-Plattform der Umweltbehörde Orte vorschlagen, die entsiegelt werden sollten. Rund 2.000 Vorschläge kamen aus dem gesamten Stadtgebiet zusammen. Insgesamt wurden laut Umweltbehörde 5.430 Quadratmeter entsiegelt.
Den Spitzenwert erzielte der Bezirk Altona mit 4.206 Quadratmetern und erhielt dafür den „Goldenen Spaten“. Und unter allen Hamburger Stadtteilen lag Altona-Altstadt vorn – ausgezeichnet mit der „Goldenen Gießkanne“. Ein schöner Erfolg für unser Quartier und alle Nachbarinnen und Nachbarn, Initiativen und Einrichtungen, die zur Schaufel gegriffen haben. Die „Goldene Harke“ für Einzelprojekte teilten sich die Stadtteilschule Bramfeld und eine Wohneigentümergemeinschaft aus Bahrenfeld.
Umweltsenatorin Katharina Fegebank zeigte sich damals begeistert vom Engagement aus Einzelpersonen, Nachbarschaften, Unternehmen und ganzen Bezirken (NDR).
Das Programm: Wissen, Praxis und Preise
Die Abschlussveranstaltung in der Behörde für Umwelt, Klima und Agrarwirtschaft (BUKEA) will die Gewinnerinnen und Gewinner feiern, Erfahrungen austauschen und gemeinsam planen, wie es 2027 weitergeht.
- 13:30 Uhr: Einlass
- 14:00 Uhr: Begrüßung, danach ein wissenschaftlicher Impuls von Prof. Dr. Wolfgang Dickhaut (HafenCity Universität Hamburg)
- 14:45 Uhr: Kurzvorträge mit Praxisbeispielen aus Hamburg – Bezirksämter und Fachbehörden informieren über Entsiegelungskonzepte und Fördermöglichkeiten in der Stadtteilentwicklung. Christian Zierau (Bezirksamtsleiter Eimsbüttel) und Sabine Sommer (Landesvorsitzende BUND Hamburg) berichten über gemeinsame Aktionen von Verwaltung und Zivilgesellschaft. Die Hauptkirche St. Michaelis stellt ihre Pläne für das Michel-Umfeld vor, das Wilhelm-Gymnasium in Harvestehude die Umgestaltung seines Schulgeländes. Auch die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger kommen zu Wort.
- 15:45 Uhr: Kaffeepause
- 16:15 Uhr: Praxisgespräch im Plenum zur Frage, was Abpflastern tatsächlich bewirkt; anschließend Vorstellung des Bremer Modells
- 17:00 Uhr: Schlagabtausch „Nordderby“, direkt danach Preisverleihung durch Staatsrätin Dr. Stefanie von Berg (BUKEA)
- bis 18:30 Uhr: Get-together
Durch den Nachmittag führen Elisabeth Oechtering und Dr. Fabian Beermann (beide BUKEA). Eine Posterausstellung zeigt die Projekte, für Getränke und Snacks ist gesorgt.
Jetzt anmelden – und weiter abpflastern
Wann: Montag, 23. November 2026, 13:30 bis 18:30 Uhr Wo: Konferenzzentrum BUKEA, Neuenfelder Straße 19, 21109 Hamburg-Wilhelmsburg Anmeldung: bis 18. November 2026 über das Anmeldeformular
Die Teilnahme ist kostenlos, alle Interessierten und Aktiven sind herzlich eingeladen. Das ausführliche Programm steht auf der Website der Initiative „Hamburg Abpflastern“ unter „Termine“.
Altona-Altstadt hat gezeigt, wie viel Grün in unserem Stadtteil steckt. Kommt vorbei, holt Euch Ideen und Mitstreiter – und überlegt schon jetzt, welche Ecke im Quartier Ihr in der nächsten Saison entsiegeln wollt!
Quellen
- lokalkraft: Einladung zu Symposium und Preisverleihung Hamburg Abpflastern 2026 (28.10.2026)
- NDR: „Abpflastern“: Hier wurden in Hamburg die meisten Flächen entsiegelt (24.11.2025)
Artikel wurde mit K.I. erstellt
Beitragsbild siehe lokalkraft.org