Vom 22. bis 28. Juni 2026 verwandelt sich Altona-Altstadt in einen Stadtteil der offenen Türen. Anlass ist die bundesweite Aktionswoche „Gemeinsam aus der Einsamkeit”, die auf die Ende 2023 verabschiedete Strategie der Bundesregierung gegen Einsamkeit zurückgeht. Sie richtet sich an alle Altersgruppen und an Menschen, die in bestimmten Lebensphasen besonders von Einsamkeit betroffen sein können. Ziel ist es, das Thema zu enttabuisieren, Menschen zusammenzubringen und auf bestehende Unterstützungsangebote aufmerksam zu machen.

In Altona-Altstadt nutzen zahlreiche Akteur:innen diese Woche, um ihre Türen zu öffnen und bestehende Angebote bekannt zu machen. Koordiniert wird die Aktionswoche von der lokalen Vernetzungsstelle Prävention, die im Auftrag des Bezirksamts Altona an der Schnittstelle zwischen Verwaltung, Einrichtungen und Öffentlichkeit arbeitet. Ansprechpartnerin ist Eva Koch.

Ein Programm für jeden Tag

Das Programm ist breit gefächert: Montags lädt die Elternschule Altona zu Streitgespräch und Gemeinschaftsgarten, altonavi informiert über Ehrenamt. Dienstags gibt es mit „Fit im Park” von ParkSportInsel e.V. und einem offenen Frühstück der Elbdiakonie niedrigschwellige Bewegungs- und Begegnungsangebote. Mittwochs öffnet HausDrei seinen Nachbarschaftstreff, donnerstags lockt das Café Streusel von GWA St. Pauli e.V. mit selbstgebackenem Kuchen. Höhepunkt der Woche ist am Freitag das Park-Picknick im August-Lütgens-Park, getragen von einem breiten Bündnis aus HausDrei, Türkischer Gemeinde, Elternschule und weiteren Einrichtungen. Samstags feiert das Jugendkunsthaus ESCHE zehnjähriges Bestehen, während im Chemnitzstraße-Quartier das Nachtcafé von insel e.V. zum nachbarschaftlichen Beisammensein einlädt.

Eine Woche mit Vorgeschichte

Die „Woche der offenen Türen” findet 2026 nicht zum ersten Mal statt – bereits im Vorjahr hatte die steg Hamburg, die die Vernetzungsstelle Prävention betreut, eine vergleichbare Aktionswoche organisiert. Die diesjährige Ausgabe knüpft damit an eine inzwischen etablierte Tradition an, lokale Angebote gegen Einsamkeit sichtbar zu machen.

Sie steht zudem nicht für sich allein, sondern reiht sich in eine größere Bewegung im Stadtteil ein: Aus dem Bauwagen-Projekt an der Hauptkirche St. Trinitatis, das seit 2024 als Treffpunkt für Gespräche, Kaffee und Austausch dient, ist das Netzwerk Nachbarschaft Altona-Altstadt (NeNA) entstanden. Bezirksamtsleiterin Stefanie von Berg betonte beim Auftakt, dass Einsamkeit auch nach der Corona-Pandemie viele Menschen betrifft – nicht nur ältere –, etwa weil Familie und Freunde nicht in der Nähe wohnen. Genau hier setzt die Woche der offenen Türen an: Sie macht sichtbar, wie viele Orte der Begegnung es im Stadtteil bereits gibt.

Wer mitmachen möchte, findet das vollständige Programm im Flyer der steg Hamburg (hier) sowie über die Newsletter-Anmeldung zur Gesundheitsförderung in Altona-Altstadt.